Dr. Philipp Baaske, Vizepräsident für Entrepreneurship der LMU München, betont: „Die LMU zählt zu den forschungsstärksten Universitäten Europas. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Exzellenz noch stärker in unternehmerische Innovation zu überführen. Die Zusammenarbeit mit BioM und MAxL schafft für unsere Forschenden im Bereich Life Sciences und Medizin einen direkten Zugang zu exzellenter Infrastruktur, branchenspezifischem Know-how und einem starken Netzwerk aus Industrie und Investoren. Das ist ein wichtiger Baustein, um Deep-Tech- und Biotech-Ausgründungen aus der LMU nachhaltig zu stärken.“
BioM fördert als Biotechnologie-Cluster-Management-Organisation seit über 25 Jahren die Biotechnologie- und Pharmabranche in Bayern und München mit einem breiten Angebot. BioM unterstützt zudem (Aus-)Gründungen im Bereich der pharmazeutischen Biotechnologie und betreibt seit Mitte 2024 den Inkubator „Munich Accelerator Life Sciences & Medicine“ (MAxL) im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried, in direkter Nachbarschaft zu Einrichtungen der LMU.
MAxL richtet sich an akademische Teams in der Pre-Seed-Phase sowie an frühe Gründerteams aus den Lebenswissenschaften und der Medizin. Neben innovativen Therapieansätzen – wie beispielsweise Immun- und inhalierbare RNA-Therapie – stehen Diagnostika der nächsten Generation sowie datengetriebene und KI-basierte Anwendungen im Bereich Digital Health im Fokus. Insbesondere die Verbindung von Lebenswissenschaften und digitalen Technologien eröffnet neue Potenziale für Medizin und Bioökonomie. Durch die enge Vernetzung mit Industrie- und Finanzierungspartnern werden Gründungsteams frühzeitig strategisch begleitet.
Schnittstelle zwischen LMU und BioM ist der neue „One-Stop-Shop“ für alle Transfer- und Entrepreneurship-Aktivitäten an der LMU, der ab April 2026 entstehen wird. Ziel ist es, innerhalb der LMU-Gemeinschaft einen unternehmerischen Geist zu wecken und zu fördern – insbesondere bei Studierenden und Forschenden, unabhängig von ihrer Fachrichtung oder ihrem wirtschaftlichen Vorwissen. Regionale und internationale Kooperationen werden hier gestärkt und interdisziplinäre Diskussionen gefördert. Dahinter steht der Plan, Forschungsergebnisse in praktische Anwendungen zu überführen und reale Probleme zu lösen.
Im Rahmen der nun vereinbarten Zusammenarbeit verständigen sich BioM/MAxL und das Präsidium der LMU München auf folgende zentrale Ziele:
- Information: BioM/MAxL stellt interessierten Forschenden und Arbeitsgruppen der LMU mindestens einmal jährlich das Angebot von MAxL sowie die Unterstützungsleistungen von BioM für Gründerinnen und Gründer vor.
- Scouting: Vertreterinnen und Vertreter von BioM/MAxL und der LMU tauschen sich regelmäßig aus, um vielversprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Ausgründungspotenzial frühzeitig zu identifizieren.
- Bewerbung und Beratung: Identifizierte Projekte können sich für eine Aufnahme in den MAxL-Inkubator bewerben und eine Erstberatung für Gründerinnen und Gründer bei BioM in Anspruch nehmen.
- Veranstaltungen: Das Präsidium, Mitglieder und Stellvertretungen sowie relevante Forschungspartner werden regelmäßig über gründungsrelevante Veranstaltungen und Programme von BioM und/oder MAxL informiert.
Auch Professor Ralf Huss, Geschäftsführer der BioM Biotech Cluster Development GmbH, unterstreicht die strategische Bedeutung der Kooperation: „Mit der LMU München verbindet uns das gemeinsame Ziel, herausragende Forschung schneller in die Anwendung zu bringen. Durch die enge Verzahnung von universitärer Spitzenforschung, klinischer Expertise und unserem spezialisierten Inkubator MAxL schaffen wir gemeinsam optimale Bedingungen für die nächste Generation von Biotech- und Healthtech-Start-ups in Bayern.“
Mit der Absichtserklärung setzen BioM und die LMU ein starkes Signal für den Innovationsstandort Bayern und stärken die strukturellen Voraussetzungen, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Lösungen für Patientinnen und Patienten zu überführen.